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Transitmethode
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Die Transitmethode ist ein photometrisches Verfahren zum Nachweis von Exoplaneten. Bis 2024 wurden mit dieser Methode etwa 75 % aller bisher bekannten Planeten entdeckt,cite-ref-exoplanetstats-1-0[1] was sie zur erfolgreichsten Methode auf der Suche nach Exoplaneten macht. Der Planet wird dabei nicht direkt beobachtet, sondern nur indirekt durch Beobachtung des Helligkeitsverlaufs seines Sterns nachgewiesen. Ein Großteil der bisherigen Entdeckungen ist mithilfe des Kepler Weltraumteleskops gelungen.

Contents

‱ Bahnneigung
‱ Trojaner
‱ Exomonde
‱ Siehe auch
‱ Trivia
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Zusammenfassung

WĂ€hrend eines Planetentransits verdeckt der Planet fĂŒr einen geeignet gelegenen Beobachter einen Teil seines Muttersterns, sodass die Helligkeit des Sterns wĂ€hrend des Transits reduziert ist. Durch fortwĂ€hrende Beobachtung der Helligkeit eines Sterns lassen sich diese VerĂ€nderungen nachweisen. Der Planet, welcher einen Transit hervorruft, wird Transitplanet (englisch transiting planet) genannt. Planeten umkreisen ihren Stern auf ihrer Bahn innerhalb einer bestimmten Umlaufdauer, sodass nach einem Umlauf erneut ein Transit stattfindet. Um ein zufĂ€lliges Ereignis auszuschließen, mĂŒssen mindestens drei Transits mit gleichem zeitlichen Abstand zueinander beobachtet werden. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einen Transit bei einem zufĂ€llig ausgewĂ€hlten Stern zu beobachten mit weniger als 1 %cite-ref-2[2] recht gering ist, weil die Umlaufbahnen auch so orientiert sein können, dass der Planet von der Erde aus gesehen nie vor seinem Stern vorbeizieht, wurden bis 2024 mit dieser Methode ĂŒber 4000cite-ref-exoplanetstats-1-1[1] Exoplaneten nachgewiesen. Aus der Beobachtung der HelligkeitsverlĂ€ufe der Sterne lassen sich weitere Informationen ĂŒber den Planeten und den Stern gewinnen. So sind beispielsweise Aussagen ĂŒber die Umlaufdauer um seinen Stern, den Planetenradius, die Bahnneigung seiner Umlaufbahn gegenĂŒber der Sichtlinie und ĂŒber die Rotationsrichtung seines Sterns möglich. DarĂŒber hinaus lassen sich aus der Kenntnis dieser Werte Aussagen ĂŒber den Abstand treffen, in dem der Planet seinen Stern umkreist. Bei spektroskopischer Beobachtung lassen sich auch Daten ĂŒber die Zusammensetzung seiner AtmosphĂ€re und ĂŒber seine Albedo und Temperatur gewinnen. Bisher wurden aufgrund des Signal-Rausch-VerhĂ€ltnisses hauptsĂ€chlich massereichere Planeten untersucht, die ihren Stern auf deutlich engeren Bahnen als im Sonnensystem umkreisen. Die Verfahren und Instrumente werden jedoch laufend verbessert mit dem Ziel erdĂ€hnliche Planeten zu untersuchen. Stand 2024 bietet das James-Webb-Weltraumteleskop die besten Möglichkeiten fĂŒr solche Untersuchungen. Es befinden sich zusĂ€tzlich einige Großteleskope auf der Erde in der Planungs- und Bauphase, welche derartige Untersuchungen ebenfalls erlauben werden. Das erste davon wird das sich im Bau befindliche European Extremely Large Telescope cite-ref-eso2023-3-0[3] sein.

AbschÀtzung zur Wahrscheinlichkeit eines Transits

Unter der Annahme, dass die Umlaufbahnen der Planeten zufĂ€llig im Raum orientiert sind, lĂ€sst sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein weit entfernter Beobachter einen Transit beobachten kann, mithilfe geometrischer Überlegungen berechnen. Ein Transit ist nur dann beobachtbar, wenn der Planet vom Beobachter aus gesehen vor seinem Stern vorbeizieht und damit den Stern teilweise verdeckt. Unter der Annahme, dass der Radius des Planeten R p {\displaystyle R_{p}} im Vergleich zum Sternradius R ∗ ∗ {\displaystyle R_{*}} zu vernachlĂ€ssigen ist, da zumeist R p â‰Ș â‰Ș R ∗ ∗ {\displaystyle R_{p}\ll R_{*}} , lĂ€sst sich der Winkelbereich der Bahnneigung, in der ein Transit stattfinden kann, abschĂ€tzen zu ϑ ϑ ≈ ≈ D ∗ ∗ / a p = 2 R ∗ ∗ / a p {\displaystyle \vartheta \approx D_{*}/a_{p}=2R_{*}/a_{p}} , wobei unter Annahme einer Kreisbahn mit a p {\displaystyle a_{p}} der Abstand des Planeten zum Stern gegeben ist. Da jedoch auch im Fall eines beobachtbaren Transits die Bahnebene in der Sichtlinie beliebig orientiert liegen kann, lĂ€sst sich fĂŒr den dreidimensionalen Anteil der Orientierung, in dem ein Transit stattfindet, der Raumwinkel angeben als Ω Ω Transit = 2 π π D ∗ ∗ / a p {\displaystyle \Omega _{\text{Transit}}=2\pi D_{*}/a_{p}} . Ist davon auszugehen, dass die Umlaufbahnen der Exoplaneten zufĂ€llig im Raum orientiert sind, lĂ€sst sich die Wahrscheinlichkeit p {\displaystyle p} , einen Transit beobachten zu können, als VerhĂ€ltnis zum gesamten Raumwinkel 4 π π {\displaystyle 4\pi } angeben. Damit ergibt sich

p = Ω Ω Transit Ω Ω gesamt = R ∗ ∗ a p {\displaystyle p={\frac {\Omega _{\text{Transit}}}{\Omega _{\text{gesamt}}}}={\frac {R_{*}}{a_{p}}}} .

Der Sternradius R ∗ ∗ {\displaystyle R_{*}} lĂ€sst sich ĂŒber das Spektrum, dessen Helligkeit und gut verstandene theoretische Sternenmodelle gewinnen (siehe auch Hertzsprung-Russell-Diagramm). Die Wahrscheinlichkeit ist fĂŒr einen gegebenen Sternradius umgekehrt proportional zur großen Halbachse der Planetenbahn. Mithilfe des 3. Keplerschen Gesetzes und bekannter Sternenmasse M ∗ ∗ {\displaystyle M_{*}} , die ebenfalls aus den Sternenmodellen bekannt ist, lĂ€sst sich die Wahrscheinlichkeit umschreiben zu

p = R ∗ ∗ T 2 / 3 ⋅ ⋅ ( 4 π π 2 G M ∗ ∗ ) 1 / 3 {\displaystyle p={\frac {R_{*}}{T^{2/3}}}\cdot \left({\frac {4\pi ^{2}}{GM_{*}}}\right)^{1/3}} ,

wobei angenommen wurde, dass M p â‰Ș â‰Ș M ∗ ∗ {\displaystyle M_{p}\ll M_{*}} ist, und T {\displaystyle T} die Umlaufdauer des Planeten beschreibt. Zu erwarten ist demnach, dass Planeten mit einer niedrigeren Umlaufdauer mit einer höheren Wahrscheinlichkeit beobachtet werden können als solche mit einer hohen Umlaufdauer, was sich auch tatsĂ€chlich in den Datencite-ref-exoplanets-orgplots-4-0[4] zeigt.cite-ref-scholz-5-0[5]cite-ref-keplerabouttransits-6-0[6]

Beispielrechnung fĂŒr unser Sonnensystem

FĂŒr Planetensysteme mit einer Ă€hnlichen Konfiguration wie unser Sonnensystem (Sternradius ist der Sonnenradius, gleiche Anordnung der Planeten), wĂŒrden sich demnach fĂŒr die Wahrscheinlichkeit zur Beobachtung eines Transits folgende Werte ergeben:

| Planet | große Halbachse / AE | Wahrscheinlichkeit |
|---|---|---|
| Merkur | 0 0,387 | 1,203 % |
| Venus | 0 0,723 | 0,644 % |
| Erde | 0 1,00 0 | 0,465 % |
| Mars | 0 1,52 0 | 0,306 % |
| Jupiter | 0 5,20 0 | 0,090 % |
| Saturn | 0 9,58 0 | 0,049 % |
| Uranus | 19,2 00 | 0,024 % |
| Neptun | 30,0 00 | 0,016 % |

FĂŒr einen Planeten in der habitablen Zone um einen sonnenĂ€hnlichen Stern ergibt sich damit eine Beobachtungswahrscheinlichkeit von etwa 0,5 %.

Transittiefe

Bedeckt der Transitplanet seinen Stern, nimmt die Helligkeit ab. Der relative Abfall der Helligkeit wĂ€hrend eines Transits gegenĂŒber der nicht reduzierten Helligkeit des Sterns wird als Transittiefe Δ Δ F {\displaystyle \Delta F} (engl. transit depth) bezeichnet. Unter der Annahme, der Stern strahle Licht wie ein schwarzer Körper ab (was in erster NĂ€herung eine gute Übereinstimmung liefert), lĂ€sst sich mithilfe des Stefan-Boltzmann-Gesetzes ĂŒber die abgestrahlte Leistung P = σ σ A T 4 {\displaystyle P=\sigma AT^{4}} ein Ausdruck fĂŒr die Transittiefe angeben. FĂŒr die FlĂ€che des bedeckten Bereiches gilt A p = π π R p 2 {\displaystyle A_{p}=\pi R_{p}^{2}} , fĂŒr die GesamtflĂ€che der Sternenscheibe A ∗ ∗ = π π R ∗ ∗ 2 {\displaystyle A_{*}=\pi R_{*}^{2}} . Das Stefan-Boltzmann-Gesetz kann fĂŒr diese ProjektionsflĂ€chen verwendet werden, obwohl die OberflĂ€che des Sterns der einer Kugel entspricht, da die FlĂ€chennormale d A → → {\displaystyle d{\vec {A}}} fĂŒr die Projektion mit cos ⁥ ⁥ ( ϕ ϕ ) {\displaystyle \cos(\phi )} skaliert, wobei ϕ ϕ {\displaystyle \phi } der Winkel zwischen der Sichtlinie und Radialvektor im Stern zum FlĂ€chenstĂŒck ist. Der Verlauf der Helligkeitskurve wĂ€hrend eines Transits ist unabhĂ€ngig von der Entfernung zum beobachteten Planetensystem, womit sich direkt ohne BerĂŒcksichtigung der Entfernung aus dem VerhĂ€ltnis der abgestrahlten Leistungen wĂ€hrend eines Transits P t r {\displaystyle P_{tr}} und ohne Transit P 0 {\displaystyle P_{0}} ergibt:

P t r P 0 = σ σ ( A ∗ ∗ − − A p ) T ∗ ∗ 4 σ σ A ∗ ∗ T ∗ ∗ 4 = 1 − − A p A ∗ ∗ {\displaystyle {\frac {P_{tr}}{P_{0}}}={\frac {\sigma \left(A_{*}-A_{p}\right)T_{*}^{4}}{\sigma A_{*}T_{*}^{4}}}=1-{\frac {A_{p}}{A_{*}}}}

Die Transittiefe lÀsst sich also als VerhÀltnis der beiden Radien angeben zu

Δ Δ F = A p A ∗ ∗ = R p 2 R ∗ ∗ 2 {\displaystyle \Delta F={\frac {A_{p}}{A_{*}}}={\frac {R_{p}^{2}}{R_{*}^{2}}}} .cite-ref-scholz-5-1[5]

Der relative Helligkeitsabfall ist demnach in erster NĂ€herung direkt proportional zur verdeckten FlĂ€che A p {\displaystyle A_{p}} und umgekehrt proportional zur GesamtflĂ€che A ∗ ∗ {\displaystyle A_{*}} der geometrisch sichtbaren Sternenscheibe.

FĂŒr unser Planetensystem ergĂ€be das folgende Werte fĂŒr die Transittiefe.

| Planet | Radius / km | Transittiefe |
|---|---|---|
| Merkur | 0 2.439 | 0,0012 % |
| Venus | 0 6.052 | 0,0076 % |
| Erde | 0 6.378 | 0,0084 % |
| Mars | 0 3.386 | 0,0024 % |
| Jupiter | 69.170 | 1,01 00 % |
| Saturn | 57.310 | 0,75 00 % |
| Uranus | 25.270 | 0,135 0 % |
| Neptun | 24.550 | 0,127 0 % |

Störende EinflĂŒsse

Der Verlauf der Helligkeitskurve ist nur in erster NĂ€herung ein einfacher Abfall der Helligkeit um Δ Δ F {\displaystyle \Delta F} . Wegen der Randverdunkelung erscheinen die Randbereiche einer Sternenscheibe dunkler als das Zentrum. Außerdem besitzt das Zentrum der Sternenscheibe einen grĂ¶ĂŸeren Anteil im blauen Spektrum als die Bereiche nahe dem Rand. Dies kommt von der optischen Dichte der SternenatmosphĂ€re, sodass wir am Rande Gebiete mit einer tieferen effektiven Temperatur sehen als im Zentrum. Da die abgestrahlte Leistung proportional zur vierten Potenz der Temperatur ist, sind kleine Änderungen der Temperatur bereits fĂŒr große VerĂ€nderungen in der abgestrahlten Leistung verantwortlich, weswegen der Rand dunkler erscheint. Tritt nun ein Planet in die Sternenscheibe ein, verdeckt er zunĂ€chst einen Bereich, der dunkler als das aus der Gesamthelligkeit resultierende Mittel ist. LĂ€uft der Planet danach weiter bis in das Zentrum der Sternenscheibe, verdeckt er einen Bereich der heller als das Mittel ist. Die Transittiefe fĂ€llt demnach zu Beginn und gegen Ende eines Transits geringer aus als wĂ€hrend der zentralen Phase, da zu Beginn und gegen Ende Bereiche mit geringerer Strahlungsleistung und in der zentralen Phase der Bereich mit der grĂ¶ĂŸten Strahlungsleistung bedeckt wird. Typische Transitkurven sind deshalb wĂ€hrend ihrer Talphase leicht konvex geformt und bestĂ€tigen somit ebenfalls ein Auftreten der Randverdunkelung bei anderen Sternen.cite-ref-scholz-5-2[5]

Da Sterne, genau wie die Sonne, variable InhomogenitĂ€ten in ihrem Magnetfeld aufweisen, bilden sich Sternenflecken (engl. star spots) aus (siehe Sonnenflecken). Diese können eine enorme GrĂ¶ĂŸe erreichen und erscheinen dunkler, weshalb sie einen Helligkeitsabfall verursachen, welcher in der GrĂ¶ĂŸenordnung eines Transits liegen kann. Damit ein Sternenfleck, der auf Grund der Rotation des Sterns ebenfalls ĂŒber die Sternenscheibe wandert, nicht fĂ€lschlich als Transit gedeutet wird, muss der Helligkeitsabfall mehrmals, periodisch und stets mit der gleichen Transittiefe nachgewiesen werden. Ein weiterer Hinweis auf einen Sternenfleck ist die meist sehr viel langsamere Rotation des Sterns, sodass der Helligkeitsabfall eines Flecks mehrere Tage andauern kann, wĂ€hrend ein Transit sich im Bereich von Stunden abspielt.cite-ref-7[7]

BedeckungsverĂ€nderliche Doppelsterne, die sich so umkreisen, dass sie keine komplette, aber eine streifende gegenseitige Bedeckung hervorrufen, verursachen HelligkeitseinbrĂŒche mit einer Ă€hnlichen Transittiefe wie die eines Planeten. Damit Beobachtungen dieser Verdunkelungen nicht als falschpositive Funde gewertet werden, ist es notwendig, den Verlauf der Helligkeitskurve genau zu vermessen. Sterne mit einer streifenden Bedeckung erzeugen einen V-förmigen Verlauf, wohingegen Planeten eine ausgedehnte Talphase verursachen. Außerdem kann bei Doppelsternen, deren effektive OberflĂ€chentemperatur verschieden ist, eine Verschiebung des IntensitĂ€tsmaximums des Emissionsspektrums wĂ€hrend der Bedeckung gemessen werden und so ein Planet sicher ausgeschlossen werden.cite-ref-8[8]

Ableitbare Parameter

Mithilfe dieser Methode lassen sich einige Informationen sowohl ĂŒber den Transitplaneten als auch ĂŒber seinen Mutterstern gewinnen. Dabei ist es wichtig, den Helligkeitsverlauf so genau wie möglich zu bestimmen. FĂŒr die meisten Beobachtungen an Transitplaneten in der GrĂ¶ĂŸenordnung von Hot Jupiters reichen Beobachtungen von der ErdoberflĂ€che aus. Um den Helligkeitsverlauf jedoch auch fĂŒr erdĂ€hnliche Planeten vermessen zu können, ist es nötig, die Messungen vom Weltall aus durchzufĂŒhren, um atmosphĂ€rischen Störungen zu entfliehen. Dies ist die Hauptaufgabe von Weltraumteleskopen wie Kepler.

Umlaufperiode und große Halbachse des Planeten

Ohne explizite große Störungen bleibt die Bahn eines Planeten auf Grund der Drehimpulserhaltung, genau wie in unserem Sonnensystem, stabil. Wird also ein Transit beobachtet, findet nach einem Umlauf erneut ein Transit statt. Der zeitliche Abstand zwischen zwei Transits des gleichen Planeten bleibt dabei konstant und entspricht genau der Umlaufdauer des Planeten um seinen Stern. Mithilfe des 3. Keplerschen Gesetzes und der Kenntnis der Sternenmasse (welche mithilfe von Sternenmodellen allein aus dem Spektrum und der Leuchtkraft des Sterns ermittelt werden kann) lĂ€sst sich die große Halbachse des Planeten berechnen.cite-ref-keplerfaq-9-0[9]cite-ref-scholz-5-3[5]cite-ref-keplerabouttransits-6-1[6]

Um auszuschließen, dass zufĂ€llig ein anderes Objekt (wie beispielsweise ein Planemo) zwischen dem Beobachter und dem beobachteten Stern vorbeizieht und einen Helligkeitsabfall verursacht, mĂŒssen mindestens drei Transits beobachtet werden, welche im selben zeitlichen Abstand zueinander stattfanden. Um einen Transitplaneten nachzuweisen, muss sein Stern also fĂŒr mindestens die doppelte Zeit beobachtet werden, welche der Planet benötigt, um seinen Mutterstern zu umkreisen.cite-ref-10[10]

Bahnneigung

Wird der Helligkeitsverlauf genau vermessen, kann die Bahnneigung gegenĂŒber der Sichtlinie mithilfe der analytischen NĂ€herung des Helligkeitsverlaufs bestimmt werden. Der Verlauf der Kurve hĂ€ngt davon ab, ob der Planet zentral, versetzt, streifend oder gar nicht ĂŒber die Sternenscheibe wandert. Zusammen mit der Masse des Sterns und der Entfernung des Planeten von diesem, lĂ€sst sich bei Kenntnis, wie zentral der Transit verlĂ€uft, die Bahnneigung angeben. Der Abstand zum Mittelpunkt der Sternenscheibe wird Zentralparameter genannt. Durch Methoden der Ausgleichsrechnung lassen sich die bestimmenden Parameter aus den gemessenen Datenpunkten nĂ€hern. Ausschlaggebend fĂŒr die Bestimmung der Bahnneigung sind insbesondere die Flanken der Transitkurve.cite-ref-scholz-5-4[5]

Planetenradius und Dichte

Mithilfe der Transittiefe und des aus Sternmodellen bekannten Sternradius lĂ€sst sich der Planetenradius bestimmen. Mit dem im Abschnitt Transittiefe hergeleiteten Ausdruck lĂ€sst sich fĂŒr den Planetenradius R p {\displaystyle R_{p}} finden:

R p = R ∗ ∗ Δ Δ F {\displaystyle R_{p}=R_{*}{\sqrt {\Delta F}}}

FĂŒr Planeten mit hinreichend großer Masse lĂ€sst sich mithilfe der Radialgeschwindigkeitsmethode, welche sonst nur die Mindestmasse eines Exoplaneten liefern kann,cite-ref-plansoc-11-0[11] die Masse nun wegen Kenntnis ĂŒber die Bahnneigung des Planeten genauer bestimmen. Mithilfe des Radius des Planeten und seiner Masse ist eine Angabe ĂŒber seine durchschnittliche Dichte möglich. Damit sind Aussagen ĂŒber die Natur des Planeten möglich, ob es sich etwa um einen Gas- oder einen Gesteinsplaneten handeln muss.cite-ref-scholz-5-5[5]cite-ref-plansoc-11-1[11]

Zusammensetzung der AtmosphÀre des Planeten

Befindet sich der Planet vor seinem Mutterstern, besteht die Möglichkeit spektroskopisch Informationen ĂŒber die AtmosphĂ€re des Planeten zu erhalten. Er verdeckt wĂ€hrend eines Transits nicht nur das Licht des Sternes, sondern seine AtmosphĂ€re wird auch vom Licht des Sterns durchschienen, Ă€hnlich wie beim Lomonossow-Effekt. Wie bei jedem Gas, das von einem kontinuierlichen Spektrum durchschienen wird, zeigen sich Absorptionslinien. Diese können im Vergleich mit spektralen Messungen des Sterns außerhalb eines Transits identifiziert werden. Die StĂ€rke der entstehenden Absorptionslinien bewegt sich in der GrĂ¶ĂŸenordnung von 0,001 bis 0,01 % der im Sternspektrum nachweisbaren Fraunhoferlinien. Die geringe AusprĂ€gung rĂŒhrt daher, dass die vom Sternenlicht durchschienene AtmosphĂ€re nur etwa 0,001 bis 0,01 % der projizierten FlĂ€che der Sternenscheibe ausmacht und daher nur ein Bruchteil des Lichts mit der Information ĂŒber die Zusammensetzung der AtmosphĂ€re vorhanden ist. Der ĂŒberwiegende Rest des Lichts ist unverĂ€ndertes Licht des Sternes. Je kleiner der Planet ist, desto mehr Messungen sind nötig um das Signal-Rausch-VerhĂ€ltnis zu verbessern und ĂŒberhaupt ein brauchbares Datenset zu generieren. Seit dem Start des James-Webb-Weltraumteleskops ist es prinzipiell möglich, fĂŒr erdĂ€hnliche Planeten Aussagen ĂŒber deren AtmosphĂ€re zu treffen. Bisher wurde jedoch noch keine solche Beobachtung veröffentlicht. Der kleinste mit JWST untersuchte und publizierte Exoplanet war die "Dampfwelt" GJ 9827 d.cite-ref-piaulet-ghorayeb2024-12-0[12] Der Planet ist nur geringfĂŒgig grĂ¶ĂŸer als die Erde, befindet sich jedoch deutlich nĂ€her am Zentralstern. Mit der Fertigstellung weiterer lichtstarker Teleskope wie dem European Extremely Large Telescopes cite-ref-eso2023-3-1[3] und Anwendung neuer Spektroskopieverfahren sind weitere Verbesserungen möglich.cite-ref-nature-hecht-13-0[13]cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]

Albedo und Temperatur des Planeten

Der den Stern umkreisende Transitplanet wird bei kleiner ExzentrizitĂ€t, also einer annĂ€hernden Kreisbahn, nicht nur einen Transit hervorrufen, sondern wird ebenfalls vom Stern verdeckt werden. Ähnlich wie bei einem bedeckungsverĂ€nderlichen Stern entsteht so ein zusĂ€tzlicher kleiner Helligkeitsabfall, wenn der Planet bedeckt wird. Da der Planet nicht selbst leuchtet, sondern das Licht des Sterns reflektiert, entsteht außerdem eine Modulation der Helligkeitskurve auf Grund der Phase des Planeten. Wendet er dem Beobachter seine Schattenseite zu, was direkt vor, wĂ€hrend, oder nach einem Transit der Fall ist, erreicht diesen nur die Helligkeit des Sterns. Je weiter er auf seiner Bahn um den Stern lĂ€uft, umso mehr seiner Tagseite ist fĂŒr den Beobachter sichtbar und die Helligkeit, die gemessen werden kann, nimmt zu. Je grĂ¶ĂŸer der Planet ist und je grĂ¶ĂŸer seine Albedo, desto grĂ¶ĂŸer ist dieser Effekt. Sobald der Planet hinter seinen Stern wandert, nimmt die Helligkeit um diesen Beitrag ab und ein Beobachter erhĂ€lt nur noch den Strahlungsfluss des Sterns alleine. Diese Phase wird Bedeckung (engl. eclipse) genannt, weil das beobachtete Objekt, hier der Planet, verdeckt wird. Nach der Bedeckung steigt die Helligkeit wieder an, sobald die Tagseite des Planeten wieder sichtbar wird und nimmt im Laufe der Zeit wieder ab, bis der Planet erneut vor der Sternenscheibe einen Transit vollzieht. FĂŒr Umlaufbahnen mit einer großen ExzentrizitĂ€t ist es möglich, dass der Transit in der Periapsis stattfindet und einen Transit hervorruft, eine Bedeckung in der Apoapsis jedoch nicht stattfinden kann, da die große Entfernung im sternfernen Punkt bei gegebener Bahnneigung ausreicht, um fĂŒr eine Projektion bereits außerhalb der Sternenscheibe zu liegen.

Lichtkurven mit Modulation durch die Phase des Planeten und einer zusĂ€tzlichen Bedeckung sind fĂŒr Planeten in der GrĂ¶ĂŸenordnung des Jupiters bereits nachgewiesen worden, siehe beispielsweise HAT-P-7b, und verraten zusammen mit dem ebenfalls bestimmbaren Radius etwas ĂŒber sein RĂŒckstrahlvermögen, die Albedo. Zusammen mit der Albedo und der ebenfalls berechenbaren Distanz zum Stern lassen sich damit Aussagen ĂŒber seine OberflĂ€chentemperatur machen. Gelingt es außerdem das Spektrum kurz vor oder kurz nach einer Bedeckung zu vermessen und diese spektroskopische Messung mit der wĂ€hrend einer Bedeckung zu vergleichen, lassen sich sogar Aussagen ĂŒber das Reflexionsspektrum des Planeten machen. FĂŒr erdĂ€hnliche Planeten ist eine derartige Messung fĂŒr Albedo, Temperatur und Reflexionsspektrum wegen nicht ausreichender Genauigkeit noch nicht erfolgt. Mit neuen lichtstarken Teleskopen wird dies in naher Zukunft möglich sein.cite-ref-nature-hecht-13-1[13]cite-ref-16[16]cite-ref-17[17]

Weitere Möglichkeiten

Rotationsrichtung des Sterns

WĂ€hrend eines Transits zieht der Planet von einer Seite in die Sternenscheibe und bedeckt zunĂ€chst einen Teil des Randgebietes. Er zieht weiter ĂŒber den Zentralbereich der Sternenscheibe und wird auf der zur Eintrittsstelle gegenĂŒberliegenden Seite wieder aus der Sternenscheibe heraustreten. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass wir Informationen ĂŒber die Rotation des Sterns erhalten können. Die Absorptionslinien eines Sterns sind verbreitert. Aus der Breite der Spektrallinien im Licht eines Sternes lassen sich mithilfe des Dopplereffekts RĂŒckschlĂŒsse auf die Tangentialgeschwindigkeit und somit die Rotation des Sterns ziehen. Bedeckt der Planet den Randbereich, dessen Gas sich auf den Beobachter zu bewegt, nimmt der ins Blaue verschobene Anteil des Lichts ab. Das Mittel der Linie wandert scheinbar ins Rote. WĂ€hrend der Planet zentral vor dem Stern steht, verschwindet diese Verschiebung. Auf der gegenĂŒberliegenden Seite bedeckt er Bereiche, die ins Rote verschoben sind, weil sie sich vom Beobachter wegbewegen. Das Mittel verschiebt sich ins Blaue (siehe auch Rossiter-McLaughlin-Effekt). Diese Verschiebung des Linienmittels wĂ€hrend eines Transits ermöglicht Aussagen ĂŒber die minimale Rotationsgeschwindigkeitcite-ref-barnes-18-0[18] des Sterns. Außerdem lĂ€sst sich entscheiden, ob der Stern in der gleichen Richtung rotiert, wie ihn sein Planet umkreist, oder ob der Stern gegenlĂ€ufig rotiert. Wird bei Eintritt eine Verschiebung ins Rote festgestellt und bei Austritt eine Verschiebung ins Blaue, rotiert der Stern in der gleichen Richtung wie sein Begleiter und andersherum.cite-ref-scholz-5-6[5]cite-ref-barnes-18-1[18]

Untersuchung des Magnetfelds des Sterns

Von InhomogenitĂ€ten im Magnetfeld des Sternes werden bei gebĂŒndeltem Austreten von Feldlinien aus der SternenoberflĂ€che Sternenflecken verursacht. Diese erscheinen dunkler und reduzieren, ebenso wie ein Transit, die Helligkeit des Sterns. Ist die Bahnneigung eines Transitplaneten bekannt, ist sein Weg ĂŒber die Sternenscheibe bekannt. Befindet sich auf dieser Linie ein Sternenfleck, bedeckt der Planet wĂ€hrend seines Durchgangs ebenfalls den Fleck. Da der Fleck eine geringere Helligkeit als die ihn umgebende OberflĂ€che des Sterns aufweist, ist der gesamte Helligkeitsabfall bei verdecktem Fleck kleiner, als wenn der Planet und der Fleck sichtbar sind. Die Helligkeitskurve weist also bei Vorhandensein eines Sternenflecks auf dem Weg des Planeten eine Anhebung auf. Handelt es sich um einen Transitplaneten mit einer geringen Umlaufperiode im Bereich von wenigen Tagen, lĂ€sst sich diese Anhebung mehrfach beobachten, da Flecken auf dem Stern im Bereich von mehreren Tagen bis zu Wochen fĂŒr einen Umlauf benötigen. Auch lĂ€sst sich eine Rotation des Sterns und eine Verschiebung des Flecks auf der OberflĂ€che des Sterns nachweisen, wenn die in der Helligkeitskurve sichtbare Anhebung im Laufe mehrerer Transits weiterwandert. Besitzt ein Stern Transitplaneten mit sehr geringer Umlaufdauer, können damit Daten ĂŒber seine Sternenflecken gewonnen werden, indem möglichst viele Transits ausgewertet werden. Über die HĂ€ufigkeit des Auftretens und die GrĂ¶ĂŸe der beobachteten Sternenflecken sind RĂŒckschlĂŒsse ĂŒber die magnetische AktivitĂ€t des Sterns möglich.cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]cite-ref-21[21]

Transit timing variation (TTV)

Mittels Transit timing variation ist es möglich, durch Beobachtung des Transits eines oder mehrerer Planeten in einem System auf die Existenz weiterer Planeten in diesem System zu schließen. Durch Bahnstörungen werden die Umlaufbahnen der Transitplaneten beeinflusst. Auch wenn der die Bahnstörungen verursachende Planet nicht durch einen Transit nachweisbar ist, lassen sich diese Beeinflussungen durch eine VerĂ€nderung der Umlaufzeit und damit des zeitlichen Abstands der Transits nachweisen. Durch Modellrechnungen lassen sich so diese Variationen im zeitlichen Abstand auf einen weiteren Himmelskörper in diesem Planetensystem zurĂŒckfĂŒhren. Je lĂ€nger ein Planetensystem beobachtet wird, umso genauer kann auf den zusĂ€tzlichen oder die zusĂ€tzlichen Planeten geschlossen werden. Auch können durch lĂ€ngere Beobachtungen die möglichen Parameter fĂŒr den verursachenden Planeten eingeschrĂ€nkt werden, sodass bei genĂŒgend langer und genauer Beobachtung grob die Bahn, die Phase und die Masse des Planeten bestimmt werden können, obwohl dieser nie einen Transit verursacht. Die Methode lĂ€sst es zu, dass selbst Nicht-Transitplaneten mit einer Masse Ă€hnlich der der Erde nachweisbar sind.cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]

Trojaner

Mit der Transitmethode lassen sich Trojaner in anderen Planetensystemen nachweisen. Diese AnhĂ€ufungen von Asteroiden umkreisen im gleichen Orbit wie ein Planet den Stern und befinden sich in den Lagrange-Punkten L4 und L5. Werden viele UmlĂ€ufe eines Planeten durchgĂ€ngig beobachtet, lassen sich diese Helligkeitskurven ĂŒbereinanderlegen und statistisch mitteln. Durch die erwartete große Anzahl an Asteroiden in den Lagrange-Punkten entsteht ein messbarer Helligkeitsabfall, der zwar in einem einzelnen Messprozess nicht vom Rauschen zu unterscheiden ist, sich aber bei Überlagerung vieler Messungen nachweisen lĂ€sst. Durch den Transit des Planeten, den die Trojaner begleiten, sind die Zeitpunkte, in denen die Trojaner vor dem Stern zu erwarten sind, berechenbar. Zu diesen Zeitpunkten kann darauf gezielt beobachtet werden.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25] Ebenso können Trojaner eines massereichen Planeten in Summe aller einzelnen Asteroiden dieses Gebietes eine Gesamtmasse eines kleinen Planeten wie Merkur oder Mars erreichen. Damit lassen sich bei Existenz eines anderen Planeten, dessen Transit beobachtbar ist, kleine Bahnstörungen und Variationen in der Umlaufzeit nachweisen. Diese Variationen in der Umlaufzeit ermöglichen RĂŒckschlĂŒsse auf Trojaner bei anderen Planeten im beobachteten Planetensystem.cite-ref-26[26]

Exomonde

Besitzt ein Exoplanet einen oder mehrere Monde, so können diese Monde ebenfalls einen Helligkeitsabfall verursachen, der immer zur Zeit des Transits des Planeten stattfindet. Dieser Durchgang besitzt in der Regel eine geringere Transittiefe als jener des Planeten, lĂ€sst sich jedoch fĂŒr große Monde nachweisen. Dadurch, dass der Mond seinen Planeten umkreist, wird bei mehreren beobachteten Transits dieser kleine zusĂ€tzliche Helligkeitsabfall jeweils einige Zeit frĂŒher oder spĂ€ter beginnen oder ganz ausfallen, je nachdem wo sich der Mond gerade auf seiner Umlaufbahn befindet. Werden genĂŒgend solcher Ereignisse beobachtet, lassen sich aus der zusĂ€tzlichen Transittiefe und aus der Beobachtung der jeweiligen Lage des Mondes relativ zum Planeten seine GrĂ¶ĂŸe und seine Umlaufperiode um seinen Planeten bestimmen.

DarĂŒber hinaus besteht theoretisch die Möglichkeit die Masse des Mondes abzuschĂ€tzen: Da beide Körper um einen gemeinsamen Schwerpunkt kreisen, lassen sich aus den leicht unterschiedlichen Eintrittszeiten des Planeten in die Sternenscheibe das MassenverhĂ€ltnis der beiden Körper bestimmen. Ist die Masse des Transitplaneten bekannt, folgt daraus die Masse des Mondes. Mithilfe der Transittiefe des Mondes lĂ€sst sich damit ebenfalls seine Dichte bestimmen.cite-ref-27[27]

Siehe auch: Extrasolarer Mond

Anwendung der Transitmethode in unserem Sonnensystem

Mit einer abgewandelten Form der Transitmethode kann man auch in unserem Sonnensystem nach Himmelskörpern suchen, welche sich innerhalb der Erdbahn um die Sonne bewegen. Im 19. Jahrhundert wurde dies durchgefĂŒhrt, um nach einem, von den damaligen Theorien postulierten, aber nicht existierenden intramerkuriellen Planeten zu suchen. Im Unterschied zur Transitmethode zur Untersuchung von Exoplaneten hielt man hierbei Ausschau nach kleinen punkt- oder scheibenförmigen Objekten, welche in einem Zeitraum von einigen Stunden ĂŒber die Sonne wandern. Insbesondere fĂŒr die Jagd nach Himmelskörpern in großer SonnennĂ€he ist ein derartiges Vorgehen sehr sinnvoll, weil derartige Objekte nur einen geringen Winkelabstand von der Sonne erreichen können und somit schon in der hellen AbenddĂ€mmerung untergehen bzw. erst in der hellen MorgendĂ€mmerung aufgehen, was eine Beobachtung hochgradig erschwert. Transite können hingegen von jedem Objekt, welches in die Sichtlinie zwischen einem Beobachter und der Sonne geraten und einen Winkeldurchmesser, der das Auflösungsvermögen des Beobachtungsinstruments ĂŒbersteigt, beobachtet werden – unabhĂ€ngig von der Entfernung des Objekts zur Sonne und vom Beobachter. Ein prinzipieller Nachteil dieser Methode ist, dass Transite von Objekten innerhalb der Erdbahn wegen der Bahnneigungen im Regelfall selten sein dĂŒrften (man denke an die Seltenheit von merkurtransiten und Venustransiten). Bis heute (2020) ist kein neues Objekt im Sonnensystem anhand eines Transits entdeckt worden.

Siehe auch

‱ Durchgang

Trivia

‱ Der 1999 entdeckte Planet HD 209458 b war der erste mit dieser Methode nachgewiesene Exoplanet.
‱ Kepler-88 b war der erste Exoplanet, bei dem UnregelmĂ€ĂŸigkeiten des Transits (transit timing variations) Hinweise auf den weiteren Exoplaneten Kepler-88c gaben.
‱ Viele bis 2018 entdeckte Transitplaneten befinden sich in den Sternbildern Schwan und Leier.cite-ref-28[28] Das Weltraumteleskop Kepler beobachtete dort einen Himmelsausschnitt und wies bis dahin die meisten Exoplaneten nach.
‱ HD 189733 ist ein relativ heller Stern (7.676 mag), dessen Exoplanet HD 189733 b auch von Amateurastronomen nachgewiesen werden kann.cite-ref-29[29]

Literatur

‱ Mathias Scholz: Planetologie extrasolarer Planeten. Springer Spektrum, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-41748-1, S. 112ff.
‱ Valerio Bozza, Luigi Mancini, Alessandro Sozzetti: Methods of Detecting Exoplanets: 1st Advanced School on Exoplanetary Science. Springer, 2016, ISBN 978-3-319-27456-0.

Weblinks

‱ interaktives Webapplet zur Simulation verschiedener Transitkurven (Adobe Flash)
‱ Exoplanet-style transit light curve of Venus auf YouTube. Zeitrafferaufnahme des Venustransits 2012 mit Helligkeitskurve
‱ Gibt es extrasolare Planeten? aus der Fernseh-Sendereihe alpha-Centauri (ca. 15 Minuten). Erstmals ausgestrahlt am 17. Jan. 1999. (kurze ErklĂ€rung der Methode gegen Ende der Episode)
‱ Methoden der Exoplanetenentdeckung - Die Transitmethode. Artikel und Applet zur Simulation von Exoplanetentransits auf beltoforion.de.

Einzelnachweise

cite-note-exoplanetstats-11. ↑ Exoplanet and Candidate Statistics. In: NASA Exoplanet Archive. Abgerufen am 27. Dezember 2024.
cite-note-22. ↑ Will all the stars Kepler observes have transiting planets? In: Kepler FAQ. (nasa.gov [abgerufen am 8. Juli 2016]). Will all the stars Kepler observes have transiting planets? (Memento vom 6. Juli 2016 im Internet Archive)
cite-note-eso2023-33. ↑ Das Extremely Large Telescope der ESO ist zur HĂ€lfte fertiggestellt. ESO, 11. Juli 2023, abgerufen am 27. Dezember 2024.
cite-note-exoplanets-orgplots-44. ↑ exoplanets.org Histogramm der Umlaufdauer (orbital period) aller Transitplaneten (Filter: "Transit = 1") plottbar.
cite-note-scholz-55. ↑ Mathias Scholz: Planetologie extrasolarer Planeten. Springer Spektrum, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-41748-1, S. 112–173.
cite-note-keplerabouttransits-66. ↑ About Transits. In: About Kepler. (nasa.gov [abgerufen am 8. Juli 2016]). About Transits (Memento vom 19. Februar 2013 im Internet Archive)
cite-note-77. ↑ Don’t the stars vary more than the change caused by a transit? In: Kepler FAQ. (nasa.gov [abgerufen am 8. Juli 2016]). Don’t the stars vary more than the change caused by a transit? (Memento vom 6. Juli 2016 im Internet Archive)
cite-note-88. ↑ Valerio Bozza, Luigi Mancini, Alessandro Sozzetti: Methods of Detecting Exoplanets: 1st Advanced School on Exoplanetary Science. Springer, 2016, ISBN 978-3-319-27456-0, S. 117.
cite-note-keplerfaq-99. ↑ Frequently Asked Questions from the Public about the Kepler Mission. (nasa.gov [abgerufen am 8. Juli 2016]). Frequently Asked Questions from the Public about the Kepler Mission (Memento vom 6. Juli 2016 im Internet Archive)
cite-note-1010. ↑ Do you need several transits to find a planet? In: Kepler FAQ. (nasa.gov [abgerufen am 8. Juli 2016]). Do you need several transits to find a planet? (Memento vom 6. Juli 2016 im Internet Archive)
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cite-note-2727. ↑ A. Simon, K. Szatmáry, and Gy. M. Szabó: Determination of the size, mass, and density of "exomoons" from photometric transit timing variations. In: Astronomy & Astrophysics. Band 470, Nr. 2, 2007, S. 727–731, doi:10.1051/0004-6361:20066560.
cite-note-2828. ↑ Kepler's Field Of View In Targeted Star Field nasa.gov (Memento vom 13. Januar 2023 im Internet Archive)
cite-note-2929. ↑ David Schneider: DIY Exoplanet Detector – You don’t need a high-powered telescope to spot the signature of an alien world. In: IEEE Spectrum. 28. November 2014, abgerufen am 18. Februar 2018.